Voller Euphorie bin ich am Sonntag in mein großes Abenteuer gestartet. Es sollte mich über Hannover in Richtung Celle führen, doch der Weg dorthin erwies sich schwieriger als gedacht. Im Wald waren die Wege mehr Sand als befahrbar. So kam es immer wieder vor, dass ich absteigen und schieben musste. Aus diesem Grund habe ich mich dann entschieden, meine Routen für normale Fahrräder zu planen, damit ich etwas besseren Untergrund habe. Der erste Tag war mit knapp 80 km ganz schön viel und ich merkte meine Beine am Tag darauf. Auf dem Weg zu meiner Schwägerin wurde es besser, allerdings fiel es mir immer noch sehr schwer, das Fahrrad zu bewegen.
Die ersten Tage in den Niederlanden verliefen etwas schwermütig. Die Gedanken hingen an den letzten Tagen, aber so langsam konnte ich mich dennoch auf das eigentliche Ziel besinnen: den Weg!
Am zweiten Camping-Spot kam ich mit dem Betreiber und seiner Ehefrau über mein Vorhaben ins Gespräch. Sie bat mich darum, die Kosten für die Übernachtung in das Projekt zu stiften. Wahnsinn. Am nächsten Tag, dann ging es gleich weiter mit den kuriosen Bekanntschaften. Harry wartete in einer Kurve auf Fahrradfahrer, die Lust auf einen Kaffee hatten. Dieser war kostenlos und auf offener Flamme heiß gemacht. Es gab Kaffee oder Espresso, einen schönen Haferkeks und dazu ein bisschen Gespräch. Das war eine tolle Begegnung. Dann ging es zu einem außergewöhnlichen Camping-Spot mit vielen Kunstwerken. Die Besitzerin hat ein wahnsinniges Gespür für Kunst und Natur. Man war dort wie in einer Oase, wirklich schön.
Ja und dann kam schon Belgien. Belgien und Campingplätze, was soll ich sagen? Die sind hier nicht so weit verbreitet wie in den Niederlanden. Als ich bereits 10 km hinter Antwerpen war, musste ich umdrehen, weil es dort keine Campingplätze mehr gibt. Mitten in der City, direkt an einem Fluss, konnte ich dann einen schönen Camping-Spot finden. Leider war dieser überfüllt. Der einzige Vorteil an dieser Situation war, dass es dort richtig viele leckere Biersorten gab.
Am nächsten Tag bin ich dann mit nassem Gepäck in Richtung Gent losgefahren. Dort angekommen, gab es auch einen City Campingplatz, aber der war mir mit 34 € mir einfach zu teuer. So habe ich mich für einen kleinen Campingplatz 20 km außerhalb von Gent entschieden und bin an diesem Tag das erste Mal wieder über 70 km gefahren. Der Weg dorthin war auch wieder ereignisreich. Nachdem ich ein leckeres Steak in einer Brasserie gegessen habe, habe ich noch Erste Hilfe geleistet. Ein Fahrradfahrer hat versehentlich eine Joggerin angefahren und sie ist dabei auf ihr Knie gefallen. Mit meinem erstklassigen Equipment konnte ich ihre Platzwunde am Knie versorgen und alles war wieder schick. Als Dankeschön für meine Hilfe hat der Radfahrer noch 25€ gespendet. Ich bin gespannt, was die kommenden Tage, Wochen und Monate mir noch an Überraschungen bringen werden!
Full of euphoria, I set off on my big adventure on Sunday. It was supposed to take me via Hanover to Celle, but the route was more difficult than expected. In the forest, the paths were more like sand than rideable. So I had to get off and push my bike again and again. For this reason, I decided to plan my next routes for normal bikes so that I would have slightly better ground to ride on. The first day was quite long at almost 80 km, and I could feel my legs the next day. On the way to my sister-in-law's house, it got better, but I still found it very difficult to move the bike.
The first few days in the Netherlands were a bit melancholic. My thoughts lingered on the last few days, but slowly I was able to focus on the actual goal: the journey!
At the second campsite, I ended up talking to the owner and his wife about my plans. She asked me to donate the cost of the overnight stay to the project. Amazing. The next day, the curious encounters continued. Harry was waiting at a bend in the road for cyclists who fancied a coffee. It was free and heated over an open flame. There was coffee or espresso, a delicious oatmeal cookie, and a little conversation. It was a wonderful encounter. Then I went to an extraordinary campsite with lots of artwork. The owner has an incredible sense of art and nature. It was like being in an oasis, really beautiful.
Yes, and then I arrived in Belgium. Belgium and campsites - what can I say? They are not as widespread here as they are in the Netherlands. When I was already 10 km past Antwerp, I had to turn back because there were no more campsites. I was able to find a nice campsite in the middle of the city, right next to a river. Unfortunately, it was overcrowded. The only advantage of this situation was that there were lots of delicious beers to choose from.
The next day, I set off for Ghent with my wet luggage. When I arrived, I found a city campsite, but at €34 it was simply too expensive for me. So I decided on a small campsite 20 km outside Ghent and ended up cycling more than 70 km that day. The journey there was also eventful. After eating a delicious steak in a brasserie, I provided first aid. A cyclist accidentally hit a jogger and she fell on her knee. With my first-class equipment, I was able to treat her laceration on her knee and everything was fine again. As a thank you for my help, the cyclist donated €25. I’m excited to see what the coming days, weeks and months will bring!