Mittwoch, 25. März 2026

2. - 3. Woche, Frankreich ist schon fast zur Hälfte durchquert

Es ist jetzt bereits der 23. März und ich habe Frankreich schon fast zur Hälfte durchquert. Mensch, wie groß ist dieses Land? Dank eines guten Tipps bin ich jetzt auf der Veloroute 43 unterwegs. Die Route wird auch La Vélo Francette genannt und geht nach La Rochelle. Sie hat zu Beginn mächtige Steigung gehabt und führt an alten Bahntrassen und am Fluss Mayenne entlang. Meine Übernachtungsmöglichkeiten sind weiterhin auf Räume oder Ferienhäuser beschränkt, weil die Campingplätze erst im April öffnen. Natürlich würde ich lieber ein bisschen Geld sparen und auf Campingplätzen bleiben, aber wenn die nicht offen sind, dann geht es halt nicht. 

Dadurch lerne ich natürlich auch einige Menschen intensiver kennen, wie zum Beispiel Dennis. Er ist im Ruhestand und hat eine Freundin, die über 600 Kilometer entfernt lebt. Oder Stefan und Amanda, die England nach dem Brexit verlassen haben und jetzt in Frankreich leben. Sie versuchen ihr Glück mit einer kleinen Pension, die wirklich atemberaubend schön ist. Sie nennen es Honey Suckle Hideaway, was auch tatsächlich passt. In der Zukunft wollen sie noch eine Pension für Tiere eröffnen, eine Art Gnadenhof. Sie wollen den Tieren damit ein schönes Leben im Alter geben und gleichzeitig Reisenden, die mit Pferden unterwegs sind, eine Unterkunft bieten. Das war eine wirklich nette Begegnung und zu guter Letzt haben sie dann noch eine Spende da gelassen. Dafür auch noch mal herzlichen Dank.

Ich habe das Gefühl, dass je näher man einer größeren Stadt kommt, desto unfreundlicher werden die Menschen. Auf dem Ländlichen sind alle total nett, auch wenn sie immer sagen, sie können kein Englisch sprechen. Trotzdem kann ich mich mit allen unterhalten. Sobald ich in deine größere Stadt komme, werden die Menschen so unfreundlich, drehen sich teilweise um und gehen, wenn ich etwas frage. Zum Glück hilft dabei der Google Translator ganz häufig.

Am beeindruckendsten auf diesem Abschnitt meiner Reise war tatsächlich der Abschnitt am Fluss Mayenne. An jeder Schleuse steht ein kleines Schleuser Häuschen, nicht immer noch bewohnt. Ich kann mir vorstellen, dass im Sommer hier viele Cafés offen sind. Bisher habe ich nur ein geöffnetes Café gefunden, welches sehr empfehlenswert ist.

Ich bin mal gespannt, was die nächste Runde so bringt. Momentan kämpfe ich ein bisschen mit meinem Rücken. Ich habe mich gestern Morgen verhoben und seitdem Rückenschmerzen. Ich konnte nicht mehr gerade stehen, was heute morgen aber zum Glück wieder geht, toi, toi toi. Dazu kommt, dass ich Krämpfe auf der Hinterseite der Oberschenkels bekomme, da muss ich mir unbedingt noch Magnesium besorgen.

Wie ich schon auf Instagram angekündigt habe, werde ich die Strecke zwischen Malaga und Barcelona mit dem Zug fahren. Außerdem habe ich mich dazu entschieden, die Pyrenäen nicht auf dem Camino zu überqueren, sondern auf der Küstenseite, wo ich dann doch tatsächlich über 500 Höhenmeter sparen kann. Ich habe bemerkt, dass die Höhenmeter mein Endgegner sind und ich damit überhaupt nicht klar komme.

It’s already 23 March and I’ve almost crossed half of France. Goodness, how big is this country? Thanks to a helpful tip, I’m now cycling along Veloroute 43. The route is also known as La Vélo Francette and heads towards La Rochelle. It started with a steep climb and runs alongside old railway lines and the River Mayenne. My accommodation options are still limited to rooms or holiday homes, as the campsites don’t open until April. Of course, I’d prefer to save a bit of money and stay at campsites, but if they’re not open, there’s nothing I can do about it.


This naturally allows me to get to know some people better, like Dennis, for example. He’s retired and has a girlfriend who lives over 600 kilometers away. Or Stefan and Amanda, who left England after Brexit and now live in France. They’re trying their luck with a small bed-and-breakfast that’s truly breathtakingly beautiful. They call it Honey Suckle Hideaway, which is actually quite fitting. In the future, they plan to open a facility for animals, a kind of sanctuary. Their goal is to give the animals a comfortable life in their old age while also providing lodging for travelers who are on the road with horses. It was a truly lovely encounter, and to top it all off, they left a donation. Thank you very much for that as well.

I get the feeling that the closer you get to a bigger city, the unfriendlier the people become. In the countryside, everyone is really nice, even though they always say they can’t speak English. Still, I can talk to everyone. As soon as I get to a bigger city, people become so unfriendly, some even turn around and walk away when I ask them something. Fortunately, Google Translate often comes in handy.

The most impressive part of this leg of the journey was actually the stretch along the Mayenne River. There’s a small lock keeper’s house at every lock, though they aren’t always still inhabited. I imagine there are many cafés open here in the summer. So far, I’ve only found one open café, which I highly recommend.

I'm curious to see what the next round has in store. Right now, I'm having a bit of trouble with my back. I strained myself yesterday morning and have had back pain ever since. I couldn't stand up straight, but luckily I can again this morning, fingers crossed. On top of that, I'm getting cramps in the back of my thighs, so I really need to get some magnesium.

As I already mentioned on Instagram, I’ll be taking the train from Málaga to Barcelona. I’ve also decided not to cross the Pyrenees via the Camino, but instead to take the coastal route, which will actually save me over 500 meters of elevation. I’ve realized that elevation is my biggest challenge, and I just can’t handle it at all.

Montag, 9. März 2026

Der Start ins Abenteuer - Woche 1 meiner Radreise

Voller Euphorie bin ich am Sonntag in mein großes Abenteuer gestartet. Es sollte mich über Hannover in Richtung Celle führen, doch der Weg dorthin erwies sich schwieriger als gedacht. Im Wald waren die Wege mehr Sand als befahrbar. So kam es immer wieder vor, dass ich absteigen und schieben musste. Aus diesem Grund habe ich mich dann entschieden, meine Routen für normale Fahrräder zu planen, damit ich etwas besseren Untergrund habe. Der erste Tag war mit knapp 80 km ganz schön viel und ich merkte meine Beine am Tag darauf. Auf dem Weg zu meiner Schwägerin wurde es besser, allerdings fiel es mir immer noch sehr schwer, das Fahrrad zu bewegen.

Die ersten Tage in den Niederlanden verliefen etwas schwermütig. Die Gedanken hingen an den letzten Tagen, aber so langsam konnte ich mich dennoch auf das eigentliche Ziel besinnen: den Weg!

Am zweiten Camping-Spot kam ich mit dem Betreiber und seiner Ehefrau über mein Vorhaben ins Gespräch. Sie bat mich darum, die Kosten für die Übernachtung in das Projekt zu stiften. Wahnsinn. Am nächsten Tag, dann ging es gleich weiter mit den kuriosen Bekanntschaften. Harry wartete in einer Kurve auf Fahrradfahrer, die Lust auf einen Kaffee hatten. Dieser war kostenlos und auf offener Flamme heiß gemacht. Es gab Kaffee oder Espresso, einen schönen Haferkeks und dazu ein bisschen Gespräch. Das war eine tolle Begegnung. Dann ging es zu einem außergewöhnlichen Camping-Spot mit vielen Kunstwerken. Die Besitzerin hat ein wahnsinniges Gespür für Kunst und Natur. Man war dort wie in einer Oase, wirklich schön. 

Ja und dann kam schon Belgien. Belgien und Campingplätze, was soll ich sagen? Die sind hier nicht so weit verbreitet wie in den Niederlanden. Als ich bereits 10 km hinter Antwerpen war, musste ich umdrehen, weil es dort keine Campingplätze mehr gibt. Mitten in der City, direkt an einem Fluss, konnte ich dann einen schönen Camping-Spot finden. Leider war dieser überfüllt. Der einzige Vorteil an dieser Situation war, dass es dort richtig viele leckere Biersorten gab. 

Am nächsten Tag bin ich dann mit nassem Gepäck in Richtung Gent losgefahren. Dort angekommen, gab es auch einen City Campingplatz, aber der war mir mit 34 € mir einfach zu teuer. So habe ich mich für einen kleinen Campingplatz 20 km außerhalb von Gent entschieden und bin an diesem Tag das erste Mal wieder über 70 km gefahren. Der Weg dorthin war auch wieder ereignisreich. Nachdem ich ein leckeres Steak in einer Brasserie gegessen habe, habe ich noch Erste Hilfe geleistet. Ein Fahrradfahrer hat versehentlich eine Joggerin angefahren und sie ist dabei auf ihr Knie gefallen. Mit meinem erstklassigen Equipment konnte ich ihre Platzwunde am Knie versorgen und alles war wieder schick. Als Dankeschön für meine Hilfe hat der Radfahrer noch 25€ gespendet. Ich bin gespannt, was die kommenden Tage, Wochen und Monate mir noch an Überraschungen bringen werden!



Full of euphoria, I set off on my big adventure on Sunday. It was supposed to take me via Hanover to Celle, but the route was more difficult than expected. In the forest, the paths were more like sand than rideable. So I had to get off and push my bike again and again. For this reason, I decided to plan my next routes for normal bikes so that I would have slightly better ground to ride on. The first day was quite long at almost 80 km, and I could feel my legs the next day. On the way to my sister-in-law's house, it got better, but I still found it very difficult to move the bike.

The first few days in the Netherlands were a bit melancholic. My thoughts lingered on the last few days, but slowly I was able to focus on the actual goal: the journey!

At the second campsite, I ended up talking to the owner and his wife about my plans. She asked me to donate the cost of the overnight stay to the project. Amazing. The next day, the curious encounters continued. Harry was waiting at a bend in the road for cyclists who fancied a coffee. It was free and heated over an open flame. There was coffee or espresso, a delicious oatmeal cookie, and a little conversation. It was a wonderful encounter. Then I went to an extraordinary campsite with lots of artwork. The owner has an incredible sense of art and nature. It was like being in an oasis, really beautiful.

Yes, and then I arrived in Belgium. Belgium and campsites - what can I say? They are not as widespread here as they are in the Netherlands. When I was already 10 km past Antwerp, I had to turn back because there were no more campsites. I was able to find a nice campsite in the middle of the city, right next to a river. Unfortunately, it was overcrowded. The only advantage of this situation was that there were lots of delicious beers to choose from.

The next day, I set off for Ghent with my wet luggage. When I arrived, I found a city campsite, but at €34 it was simply too expensive for me. So I decided on a small campsite 20 km outside Ghent and ended up cycling more than 70 km that day. The journey there was also eventful. After eating a delicious steak in a brasserie, I provided first aid. A cyclist accidentally hit a jogger and she fell on her knee. With my first-class equipment, I was able to treat her laceration on her knee and everything was fine again. As a thank you for my help, the cyclist donated €25. I’m excited to see what the coming days, weeks and months will bring!

2. - 3. Woche, Frankreich ist schon fast zur Hälfte durchquert

Es ist jetzt bereits der 23. März und ich habe Frankreich schon fast zur Hälfte durchquert. Mensch, wie groß ist dieses Land? Dank eines gut...